Die Investition in ein neues Bad sollte gut durchdacht sein. Gerade wenn ein Bad individuellen Ansprüchen genügen soll, ist eine fundierte Beratung empfehlenswert. Bestimmte Fragen sollte man sich unbedingt im Voraus stellen, wie unser Bäderexperte Daniel Westphal empfiehlt. Außerdem kann man unter bestimmten Voraussetzungen auf einen staatlichen Zuschuss hoffen.

Angenommen Sie müssten sich Ihr eigenes Traumbad zusammenstellen – wie würde es aussehen?

Vor vier Jahren musste ich sogar mein eigenes Badezimmer planen und durfte es auch bauen und ich bin noch heute sehr zufrieden damit. Als Badprofi lag der Fokus in meinem Neubau natürlich auf dem Badezimmer, und so habe ich mir optimale Voraussetzungen geschaffen mit einem 16 Quadratmeter großen Raum. Mit dem Architektenvorschlag war ich äußerst unzufrieden, da hier alles ganz einfach an der Wand entlang geplant war. So zog ich mehrere Wände in den Raum, um gewisse Bereiche zu schaffen. So läuft man direkt auf den Blickfang – die Dusche – zu. Das WC ist durch die eingezogene Waschtischwand nicht im ersten Sichtbereich, und für die große 2-Sitzer Whirlwanne habe ich mir dadurch eine kleine Badeinsel geschaffen, in der das Entspannen doppelt Spaß macht. Eine Foto-Tapete sorgt an einer wasserseitig nicht genutzten Wand für morgendliches karibisches Urlaubsflair.

Wie finde ich das Bad, das zu mir passt?

Ganz einfach: Mit der Firma Fritz und mir als Ihrem Badprofi!

Welche Frage stellen Sie Ihren Kunden als erstes, wenn diese sich nach einem neuen Bad erkundigen?

„Was ist Ihnen an Ihrem neuen Bad besonders wichtig?“ – So finde ich meistens die Beweggründe für den Badumbau heraus. Die Antworten auf diese Frage fallen komplett unterschiedlich aus. Dem einen ist es wichtig: Badewanne raus und dafür eine große, bodeneben begehbare Dusche rein. Oder das Bad soll komplett barrierefrei angelegt sein.  Andere hatten einen Wasserschaden und müssen das Bad umbauen. Bei vielen Menschen ist das Bad einfach in die Jahre gekommen, obwohl alles noch tadellos funktioniert, aber Sie können ihre braunen oder moosgrünen Fliesen und Einrichtungsgegenstände nicht mehr sehen.

Welche Zuschüsse steuert der Staat für den barrierearmen Umbau eines Badezimmers bei?

Es gibt einen KFW Investitionszuschuss (KFW 455) für altersgerechten Umbau, mit dem man 10 Prozent der Gesamtsumme bis maximal 50.000 € beantragen kann. Hierzu muss man im Bad gewisse Voraussetzungen schaffen, unter anderem: Die Dusche muss bodeneben eingebaut werden oder darf maximal 2 cm über den Boden ragen, sie muss rutschfest sein, das Waschbecken muss mindestens 48 cm tief sein und darf nicht unterbaut werden. Der Waschtisch und das WC müssen von der Höhe den Benutzeransprüchen angepasst werden. Leider sind diese Fördertöpfe allerdings immer wieder recht schnell aufgebraucht, so gibt es diesen Zuschuss aktuell nicht. Laut KFW soll der Topf noch 2018 wieder aufgefüllt werden. Sollte man eine gewisse Pflegestufe haben, kann man auch immer bei seiner Krankenkasse nachfragen, ob es für einen barrierefreien Badumbau einen Zuschuss gibt. Dazu bieten auch viele Banken aktuell zinsgünstige Darlehen für Investitionen in die eigenen vier Wände.