Was kostet ein neues Bad? Natürlich gibt es darauf keine eindeutige Antwort, da die Preisfrage sehr stark von Ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen abhängt. Deshalb sollte der Weg zum neuen Bad gut durchdacht sein. Wir haben unseren Bäderexperten Daniel Westphal gefragt, was bei der Auswahl eines neuen Bades wichtig ist und wie die Beratung von Fritz dabei aussieht.

Wie muss man sich den Weg zum neuen Bad bei Fritz vorstellen?

Der Weg zum neuen Bad fängt mit einem Bad-Check beim Kunden zu Hause an. Zuerst müssen die räumlichen Gegebenheiten unter die Lupe genommen werden. Hierbei wird das Bad genau vermessen und die ersten Vorstellungen und Wünsche des Kunden besprochen sowie technische Gegebenheiten überprüft. Das ist die Grundlage für die neue Raumplanung. Danach geht meine Arbeit am Schreibtisch los. In der Regel zeichne ich das Bad im Maßstab 1:20 und erstelle mehrere Skizzenentwürfe, wie das neue Bad aussehen könnte und versuche dabei so viele Wünsche wie möglich umzusetzen. Der nächste Termin findet gemeinsam in einer Badausstellung statt. Hier besprechen wir die Planungen und der Kunde legt sich auf ein Raumkonzept fest. Danach suchen wir für genau diese Planung die sanitären Einrichtungsgegenstände aus. Hierbei versuche ich auch immer den Kostenrahmen der Kunden im Auge zu behalten. Anschließend erhält der Kunde ein detailliertes Angebot – sagt es dem Kunden zu, geht es an die Ausführung. Ein Bauzeitenplan wird erstellt und alle anderen Gewerke wie Fliesenleger, Maler und Elektriker werden mit ins Boot genommen.

Ich erkläre jedem Kunden den Weg zum neuen Bad so genau wie möglich, denn die meisten Menschen haben noch nie oder maximal einmal in ihrem Leben ein Bad gebaut. Meistens ist keine Kauferinnerung vorhanden – wie etwa beim Shoppen oder Kauf eines neuen Autos. Eine Couch sucht man sich aus, nimmt sie mit und stellt sie zu Hause ins Wohnzimmer. Eine Badewanne hingegen muss ausgebaut, neu abgedichtet, Wasser- und Abwasserseitig angeschlossen und gefliest werden.

Was kostet denn ein neues Bad?

Pauschal gesagt: so viel wie ein neues Auto. Es gibt den Kleinwagen, aber auch den BMW, Mercedes und den Ferrari. Ein neues Badezimmer setzt sich aus verschiedenen Gewerken zusammen – das sind wir als Sanitär-Installateur, Fliesenleger, Maler und Elektriker. Die einzelnen Kosten setzen sich aus mehreren Teilen zusammen: zum einen aus der Demontage, denn das alte Bad muss ja zuerst einmal raus. Dann erfolgt die Rohinstallation – hierbei werden in der Regel alle Rohrleitungen im Bad erneuert und die Anschlüsse verändert. Als nächstes kommt der Fliesenleger mit Abdichtung und den neuen Fliesen. Danach ist der Maler an der Reihe, denn in vielen Bädern wird heutzutage nicht mehr Raumhoch gefliest. Der Elektriker installiert dann gegebenenfalls noch neue Steckdosen und eine bessere Beleuchtung. Zum Schluss kommt die Montage der Produkte und sanitären Einrichtungsgegenstände. Alle sanitären Einrichtungsgegenstände ­­­wie Badewanne, Waschtisch, Armaturen und WC kann man mit ca. 25 bis 33 Prozent von der Gesamtsumme des Bades ansetzen. Viele Badinteressenten sind immer sehr überrascht, wenn ich die Kosten mal nach unten hin aufschlüssele, dass in einem Kostenrahmen von 20.000 Euro die Einrichtungsgegenstände nur ca. 5.000 bis 7.000 Euro ausmachen. Der Kunde kann allerdings auch Kosten einsparen, wenn er gewisse Arbeiten selbst erledigt. Fliesen abschlagen oder spachteln und streichen sind für viele Hobby-Handwerker durchaus in Eigenleistung machbar. Das eigene handwerkliche Geschick muss dabei jedoch jeder selbst einschätzen. Wichtig ist dabei das Verhältnis der eingesetzten Zeit zu den ersparten Kosten.

Wie sieht Ihrer Meinung nach die ideale Badberatung aus?

Eine ideale Badberatung geht schon mit der Vorbereitung auf den Beratungstermin los. Hierzu setze ich eine spezielle Checkliste ein, welche der Kunde in Ruhe ausfüllen kann. Denn nur, wenn ich die Wünsche und Bedürfnisse sowie die Gewohnheiten der späteren Badbenutzer kenne, kann ich sie auch richtig beraten. Zudem denke ich immer in „Lösungen“ und nicht in „Problemen“. Dem Kunden zeige ich hierbei immer mehrere Alternativen auf und erkläre die Vor- und Nachteile der jeweiligen Materialen sowie Produkte. So kann der Kunde entscheiden, was für ihn das Beste ist. Ich plane ja nicht mein Bad, sondern das Bad der Kunden – deshalb wird kein Badezimmer gleich.

Anfang September gibt’s den zweiten Teil des Interviews.